grep-Notizen
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grep-Notizen

24.01.2020:

Bis auf die allergrößten Gedächtnisakrobatinnen brauchen Menschen, die Arbeit schaffen wollen, eine gute Aufgabenplanung oder, wenn es mal etwas mehr sein soll, ein gutes Projektmanagement. Dafür gibt es Softwarelösungen wie Sand am Meer. Aber Linux-Nutzer können bereits mit Bordmitteln gängiger Linux-Distributionen wie Ubuntu ein kleines Projektmanagement aufsetzen. Mehr als ein Texteditor und der Kommandozeilenbefehl "grep" ist dafür nicht nötig. Wie geht man vor?

1. Man lege sich einen Ordner an - z.B. namens "Aufgaben" oder "Projekte".
2. In diesem Ordner lege man für jedes Projekt oder Thema eine Textdatei an - z.B. "haus.txt", "garten.txt", "website.txt" und so weiter. Die Endung ".txt" ist unter Linux nicht nötig, erhöht aber die Kompatibilität mit Windows.
3. In jede dieser Textdateien schreibe man eine Aufgaben pro Zeile - z.B. "Wohnzimmer streichen" oder "Logo entwerfen". Der Clou: An den Beginn jeder Zeile schreibe man ein Schlüsselwort oder eine Abkürzung wie "BACKLOG", "WIP" (für "Work in Progress") und "DONE".
4. Nun rufe man den Ordner in der Linux-Shell, auch bekannt als Terminal, Konsole, Kommandozeile oder Eingabeauffoderung, auf und gebe folgendes ein:
grep "WIP" *
Das Programm grep gibt dann aus allen in diesem Ordner angelegten Aufgaben-Textdateien die Zeilen aus, in denen der Text "WIP" vorkommt - mit anderen Worten: was man gerade in Bearbeitung hat und wo man deshalb dranbleiben sollte. Analog kann man natürlich auch mit "BACKLOG", "DONE" oder jedem anderen Schlüsselwort verfahren.

Jetzt haben Linux-Nutzer keine Ausrede mehr für Aufschieberitis.

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