Amateur-Programmierfehler
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Amateur-Programmierfehler

19.09.2020:

Viele Nerds befassen sich gelegentlich oder hobbymäßig mit Programmierung - auch wenn sie keine Informatiker sind. Der Einstieg in diese Tätigkeit ist von einfach bis kompliziert und von praktisch bis abstrakt auf jede Art möglich. Trotzdem lauern einige lästige Fehlerquellen auf den Amateur. Hier warnen wir vor einigen, die sich vermutlich jede gerne erspart:

Ähnlich klingende Variablen:
In manchen Situationen liegt es nahe, für unterschiedliche Variablen ähnliche Namen zu vergeben. Will man in einem Spiel zum Beispiel mehrere Instanzen einer Wolke erstellen, legt man ein Objekt namens "wolke" und ein Array namens "wolken" an. Leider ist der Tippfehler, der das Programm hoffnungslos durcheinanderbringt, hier nur einen Buchstaben entfernt.
Also sollte man hier vielleicht doch ein wenig mehr Schreibaufwand auf sich nehmen, statt "wolken" "alleWolken" schreiben und sich zeit- und nervenraubende Fehlersuche ersparen.

Verwechselte Dateien:
Wer länger an einem Computercode arbeitet, beginnt irgendwann, Dateien mit verschiedenen Versionen der Arbeit anzulegen. Dabei kann es passieren, dass man in Version 3 der Datei arbeitet, aber aus Versehen noch Version 2 testet. Natürlich zeigen die letzten Änderungen dann keinen Effekt und man beginnt, im Code nach Fehlern zu suchen.
Um sich diesen schlimmstenfalls stundenlangen Frust zu ersparen, ist beim Abspeichern der Arbeit in einer neuen Datei immer besondere Aufmerksamkeit geboten.

Listenlängen:
In der Informatik beginnt man das Zählen für gewöhnlich bei Null: Der erste Eintrag in einer Liste hat deshalb nicht die Nummer 1, sondern die Nummer 0. Das letzte Element der Liste ("Sonne", "Strand", "Bikini", "Buch") hat deshalb die Nummer 3, aber die Liste hat die Länge 4. Diese kontraintuitive Regelung sorgt bei Anfängern gerne für Verwirrung.
Hier hilft nur Üben.

Halbwissen:
Wer sich Programmieren selbst beibringt, um beispielsweise eine eigene Website oder ein eigenes kleines Computerspiel zu schaffen, kann gut mit Tutorien aus dem Web loslegen. Youtube ist voller Erklärvideos für Einsteigerinnen jeder Programmiersprache und Websites wie selfhtml.org gibt es seit über 20 Jahren. Dabei wird der Lernprozess oft zu einem Entlanghangeln an gerade benötigten Details. Probleme in der Umsetzung entstehen dann schnell, weil man gewisse Grundkonzepte wie den Unterschied zwischen lokalen und globalen Variablen oder Übergabewerte nicht versteht.
So sinnvoll es sein und so viel Spaß es machen kann, sich entlang der Aufgaben in einem praktischen Projekt selbst zu bilden, ist es deshalb oft sinnvoll, sich um die Details herum ein paar - auch theoretische - Grundlagen anzulesen. Diese vertiefen im Wechsel mit der praktischen Arbeit das Verständnis der Materie enorm und sorgen langfristig für umso mehr Freude.

Fehlermeldungen ignorieren:
Viele Programmiersprachen geben Fehlermeldungen aus. Diese sind oft voller technischer Angaben, die für Anfängerinnen kryptisch wirken. So liest man sie gar nicht erst, sondern begibt sich direkt im Code auf Fehlersuche. Für die ersten Gehversuche in Sprachen wie PHP oder Python ist das in Ordnung.
Wer sich aber auf einen längeren Entwicklungsweg begibt, sollte diese ineffiziente Gewohnheit früh ablegen und sich darüber informieren, wie die Angaben in Fehlermeldungen zu verstehen sind. Zumindest sollte man herausfinden, wo in der Fehlermeldung die Zeile angegeben wird, in der der Fehler vermutlich liegt. So lassen sich Flüchtigkeitsfehler wie ein vergessenes Semikolon oder eine vergessene schließende Klammer sehr schnell beheben.

Mit diesen paar Ratschlägen aus eigener Erfahrung hoffen wir, dem einen oder der anderen Nerd den Einstieg in das schöne neue Hobby oder sogar die neue Karriere des Programmierens etwas zu erleichtern.

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