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Anekdoten aus dem World Wide Web

05.01.2021:

Gestern erschien auf der Website der Zeit ein Artikel über den Umfang überflüssigen Besitzes in der wohlhabenden Gesellschaft. "Niemand benötigt 10.000 Gegenstände, aber soviel besitzen wir durchschnittlich.", hieß es dort sinngemäß. Mit solchen kulturkritischen Beiträgen leistet Die Zeit seit Jahrzehnten wertvolle Arbeit für die deutsche Gesellschaft.

Diesem besagten Artikel wiederfuhr aber ein ironischer Zufall, wie ihn fast nur das moderne, werbefinanzierte World Wide Web provozieren kann: Direkt neben diesem Artikel wurde eine Werbung für deutsche Regulär- und Sondernmünzen eingeblendet - samt dem Bild eines als Münzsammler titulierten Mannes. Neben krankhaftem Messietum gibt es wohl kaum etwas, das den unnötigen Besitz so schnell anschwellen Läst wie ein Sammelhobby.

Was Besuchern von zeit.de da geboten wurde, war neben einem Anlass zum Schmunzeln eine gute Gelegenheit, um über den heutigen Charakter des WWW, über die Rolle und Situation des Journalismus' und über Ambiguitätstoleranz nachzudenken.

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