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Reform des BAföG

21.01.2021:

Deutschland verfügt mit dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG, über einen guten Ansatz, um allen Bürgerinnen lebenslanges Lernen zu ermöglichen.

Doch halt! Allen Bürgerinnen? Lebenslang? Nein, leider verhält es sich nicht ganz so einfach. Nur junge Leute kommen in den Genuss von Bundesausbildungsförderung, denn §10 BAföG besagt, dass die Förderung nur denen gewährt wird, die bei Beginn des fraglichen Ausbildungsabschnittes jünger als 30 und in einigen Fällen jünger als 35 sind. Gerade in einer alternden Gesellschaft wie der deutschen schließt dies einen großen Teil der Bevölkerung aus. Und lebenslang? Wohl kaum! §9 BAföG legt fest, dass die Förderung an Eignung gebunden ist - und Eignung wird oft daran gemessen, ob ein standardmäßiger Ausbildungsfortschritt zu erkennen ist.

Während das Bundesausbildungsförderungsgesetz immer noch ein guter Ansatz ist, wird es der heutigen Gesellschaft und dem nerdigen Ideal des lebenslangen Lernens nicht mehr gerecht. Bei einem Gesetz von 1971 ist das nicht überraschend.

Nerdhalla empfiehlt deshalb eine grundlegende Reform der staatlichen Ausbildungsförderung. Als erstes streiche man die Vorsilbe "Aus". Deutschland braucht nicht nur Ausbildung im althergebrachten Sinne, sondern auch und vor allem individuell passende, tiefgreifende und immerwährende Bildung aller Individuen. Und wir reden hier nicht nur von Theaterpädagogik und Seidenmalerei, sondern sehr wohl von Hard Skills. Aber Hard Skills können und sollen so vermittelt werden, dass volkswirtschaftliche Produktivität, sozialer Nutzen und persönliches Lebensglück Hand in Hand gehen. Wenn Theaterpädagogik und Seidenmalerei dabei helfen können, dann sei es so.

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