Dämonenglut
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Jeaniene Frost: Dämonenglut, Hamburg 2018

29.09.2019

Dieser Roman eignet sich möglicherweise als Einstieg in die Fantasy-Litertur für junge Erwachsene. Wer noch wenig oder keinerlei Berühung mit der großen Menge an Fiktion hatte, in der die Menschenwelt von Engeln und Dämonen oder Vampiren und Werwölfen umkämpft wird, könnte an dieser Standardkost Gefallen finden.

Für Zeitgenossen, die bereits ein paar Bücher und Filme aus diesem Genre kennen, gibt es jedoch nur mehr vom Selben: die verzweifelte Mutter, die ihr Baby zurücklassen muss, weil böse Mächte ihm nach dem Leben trachten; die vom Schicksal auserwählte Weltretterin; sagenumwobene magische Artefakte aus biblischer Zeit; den dämonischen Lover mit der dunklen Vergangenheit; Road-Trips, Schießereien, Sex und Teenie-Beziehungsdrama. Für erfahrenere Leserinnen des Fantasy-Genres, die ein wenig Originalität oder Tiefgang erwarten, hat "Dämonenglut" also nichts zu bieten. Daran ändert auch der leicht zu lesende Stil von Ira Panics schlichter Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch nichts. Manche Formulierungen sind selbst im Deutschen so klischeehaft amerikanisch, dass sie vor allem Fremdschämen hervorrufen. Wo der "Wortwitz" ist, den Spiegel-Beststellerautorin Jennifer Armentrout dem Buch laut Klappentext attestiert, bleibt zumindest für die deutsche Version ein Rätsel.

Lohnt sich dieses Buch für Nerds?
Nein, denn "Dämonenglut" hat nichts zu bieten, was nicht in zig Büchern, Filmen und Computerspielen schon wiederholt durchexerziert worden wäre. Den Ansprüchen von Nerdhalla genügt es nicht.

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