Ich komm auf Deutschland zu
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Firas Alshater: Ich komm auf Deutschland zu, Berlin 2016

26.08.2020, cg

Dass der aus Syrien stammende Fira Alshater älter wirkt, als er an Jahren zahlenmäßig ist, liegt nicht nur an seinem Vollbart. Es liegt auch daran, dass er von Diktatur, Krieg, Folter, Mord, Flucht, Bürokratie und Kulturschock erzählt. Aber er erzählt auch von Spaß, Hoffnung und dem sich-wieder-Aufrichten nach grauenhaften Erlebnissen. Und er lässt seine Leser an erstaunlich simplen Gedanken über vermeintlich komplizierte politsch-gesellschaftliche Phänomene teilhaben.

Was für Witze erzählt man im Horror-Gefängnis? Hat die Stasi eigenen Beton gemischt? Wie kommt man an ein Visum für Deutschland? Wie ist das Leben in einem Flüchtlingsheim? Wieso sind arabische Verbrecher so schwer zu fangen? Und was wünschen sich Deutsche und Syrer wirklich? Firas Alshater beantwortet nicht alle diese Fragen, aber er setzt sich mit ihnen und noch vielen anderen humorvoll und authentisch auseinander.

Lohnt sich dieses Buch für Nerds?
Ja, eindeutig. Es ist die Geschichte von jemandem, der schlimmste Verbrechen erlebt und trotzdem das Lieben und das Lernen nicht aufgegeben hat. Es ist ein Buch, das in hemdsärmliger Form einen konstruktiven, hoch reflektierten und deshalb dringend nötigen Blick auf Deutschland wirft.

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