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Philip Pullman: Der Goldene Kompass, Hamburg 1996

14.10.2020, cg

Philip Pullmans Fantasy-Roman "Der Goldene Kompass" ist ein Buch für ältere Kinder und junggebliebene Erwachsene. Es ist ein sehr origineller Roman, da er nicht in einer Tolkien'schen Mittelalter-Fantasie spielt, sondern in einer an das neunzehnte oder frühe zwanzigste Jahrhundert angelehnten Welt. Wissenschaftliche Arbeit an subatomaren Teilchen und die Erforschung möglicher Paralleluniversen gibt es in dieser fiktiven Welt genau so wie Geister, Hexen und noch viel seltsamere Wesen. Der Autor geht sehr konsequent und einfallsreich dabei vor, eine andere Welt mit anderer Technik, anderer Politik und auch anderen Sitten und Tabus zu konstruieren.

Aufgrund verschiedener philosophischer und wissenschaftlicher Gespräche vor allem gegen Ende des Buches ist "Der Goldene Kompass" auch ein sehr nerdiger Roman.

Die Handlung ist schnell zusammengefasst:
Das an einer Universität aufwachsende Waisenmädchen Lyra macht sich zu einer gefährlichen und wundersamen Reise auf, um ihren Freund Roger aus den Händen mysteriöser Verbrecher zu befreien, die mit entführten Kindern anscheinend schlimme Experimente anstellen.

Mit 400 Seiten bietet das Buch Lesestoff für eine ganze Reihe gemütlicher Abende, ohne dass die Handlung unangemessen in die Länge gezogen wird.

Eine Schwäche des Buches ist sicher - wie so oft bei Romanen mit Kindern als Hauptfiguren - dass Lyra sich unglaubhaft schnell zu einer enorm listigen und mutigen Heldin entwickelt, die die mächtigen Schurken alle in die Tasche steckt.

Lohnt sich "Der Goldene Kompass" für Nerds?
Ja. Die Leserin kann in eine Fantasiewelt eintauchen, die faszinierende Gemeinsamkeiten mit der Realität aufweist, aber auch ebenso faszinierende Unterschiede. Es macht Spaß, zu sehen, wie der Autor aus seinen eigenen Einfällen überzeugende Schlussfolgerungen zieht. Die philosophischen und wissenschaftlichen Details, die gelegentlich einfließen, erfreuen ebenfalls das Nerd-Herz. Und die Handlung bleibt spannend, ohne auf übermäßige Brutalität angewiesen zu sein.

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