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P versus NP: Philosphie versus Nerdhalla-Philosophie  ?

Version 0.2.1 vom 27. April 2021

Für das Wort "Philosophie" gibt es verschiedene Definitionen. Eine heute sehr geläufige Definition bedeutet in etwa "hochtrabendes, irrelevantes Gerede von Leuten, die nichts Besseres zu tun haben". Diese Definition ist genau so wenig sinnvoll, als würde man Medizin gleichsetzen mit "Männer, die am Grill stehen und darüber sprechen, dass Bier und fettiges Fleisch eigentlich gar nicht so ungesund sind".

Genau wie die Medizin hat die Philosophie als Wissenschaft vor mehr als zweitausend Jahren ihren Anfang genommen. Sie hat sich aber anders entwickelt und ist heute zweierlei:
Erstens ist Philosophie immer noch eine Wissenschaft und bedient sich wissenschaftlicher Methoden, allen voran der Logik. Mit vielen komplizierten Wörtern seine Meinung zu sagen, ist noch keine Philosophie.
Zweitens und vor allem ist Philosophie eine Einstellung, eine Lebenshaltung. Sie besagt, dass Nachdenken wichtig ist und gleichzeitig Spaß macht. Sie bringt auch konkrete Vorteile für das Leben mit sich. Wer viel nachdenkt, spart Geld, bleibt gesünder, hat glücklichere Beziehungen und ist oft auch beruflich erfolgreicher.

Wir von Nerdhalla wollen auf dieser Seite unsere Philosophie als nerdige Lebenseinstellung entwickeln, damit sie allen Deutschen zur Verfügung steht. Wir wollen aber auch die Philosophie als Wissenschaft unter die Lupe nehmen. Es gibt noch heute Viele, die sich als "Philosophen" bezeichnen. Dies sind Menschen, die hauptsächlich an Universitäten oder als freiberuftliche Schriftstellerinnen ihr Geld verdienen und hauptberuflich nachdenken. Die Arbeit dieser Philosophinnen werden wir wissenschaftlich untersuchen und - so verlangt es das wissenschaftliche Prinzip - auch kritisieren und eigene Gegenentwürfe präsentieren.

Philosophie stellt alles in Frage und versucht, alle Fragen - von der banalsten bis zur politischsten und von der kleinsten bis zur größten - schlüssig zu beantworten. Ein Beispiel für eine auf den ersten Blick sinnlose philosohische Frage ist: Warum kann ich einen Baum nicht von allen Seiten gleichzeitig sehen? Solche Fragen stellen Philosophen zum Teil aus echter Neugierde und zum Teil aus Prinzip. Philosophen wollen wissen - und um fast jeden Preis. Philosophie besteht darin, jede Frage zu stellen, die der menschliche Verstand formulieren kann, und jeden Ort des physischen Universums zu erforschen. Damit geht Philosophie auch Risiken ein; denn die Antwort oder das neue zu Entdeckende sind zunächst ungewiss. Aber Philosophie tut, was sie tut, weil sie grundsätzlich nicht neugierig und optimistisch ist. Zum Mond zu fliegen und in die Tiefsee zu tauchen ist demnach philosophisch.

Im modernen Deutschland gemäß der Vision von Nerdhalla wird Philosophie eine bedeutende Rolle spielen; denn Philosophie und Nerdtum hängen eng zusammen. Und ein digitales Dichter- und Denkerland gemäß der 3D-Strategie funktioniert ohne Philosophie schlechterdings nicht.


Eine ganz kurze Geschichte der Philosophie

1. Was heißt "Philosophie"

Das Wort "Philosophie" ist griechisch und bedeutet auf Deutsch in etwa "Liebe zur Weisheit" (Schimpf 2019). Philosophie ist eine Art des rationalen Denkens und Argumentieren, die im antiken Griechenland in Abgrenzung zum theologischen Mythos entwickelt wurde. (vgl. Hirschberger 1980, S. 14-17)

Im Laufe der Zeit hat sich eine zweite Bedeutung des Wortes "Philosophie" etabliert, die mit "Prinzipien" umschrieben werden kann.



Philosophie an den Schulen

Philosophie wird teilweise als Fach an weiterführenden Schulen gelehrt, und natürlich kann es an Universitäten studiert werden. In solchen institutionellen Rahmen entsteht mitunter der Irrtum, Philosophie als Tätigkeit sei mit dem Studium der Philosophiegeschichte gleichzusetzen. (Hoyningen-Huene 2013)



Philosophie in den Medien

In den gehobenen Medien kommt Philosophie durchaus vor. Allerdings folgt das, was in großen Zeitungen oder im öffentlichen Fersehen als "Philosophie" bezeichnet wird, oft einer positiven Variante der eingangs genannten abschätzigen Definition. Die in den Medien präsentierte "Philosophie" besteht oft lediglich darin, dass jemand auf hohem Niveau seine Meinung sagt.



Philosophie und die modernen Wissenschaften

Philosophie ist die Ur-Disziplin, aus der sich die modernen Wissenschaften entwickelt haben. Vielleicht ist die Philosophie als eigenes Fach damit obsolet geworden, zumal ihr etwas fehlt, was andere moderne Wissenschaften auszeichnet: ein allgemein akzeptierter Forschungsstand. "In der Philosophie ist praktisch alles kontrovers." (Hoyningen-Huene 2013)

Ethik ist als forschende Wissenschaft nicht mehr nötig. Alle ethischen Erkenntnisse, die die Menschheit benötigt, liegen vor.



Quellen




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