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Ernst Peter Fischer: Hinter dem Horizont, Berlin 2017

27.06.2021, cg

Wie haben Weltkarten im Verlauf der Jahrtausende ausgesehen? Mit welchen religiösen Vorstellung und wissenschaftlichen Erkenntnissen erklärten und erklären Menschen sich die Welt? Der Autor wirft einen Blick auf alle Zeitalter der Menschheit und viele Völker dieser Erde. Alte hinduistische Gedanken bringt er mit moderner Physik zusammen und weist - völlig zurecht - darauf hin, dass auch objektive Tatsachen von Menschen immer durch einen kulturellen Filter gesehen werden.

Nach gut dreihundert Seiten sehr interessanter historischer Berichte tappt der Autor selbst in die Kulturfalle, als er sich auf den letzten zehn Seiten den "Perspektiven im digitalen Zeitalter" widmet. Seine Einschätzung dazu, wie Menschen digitale Medien nutzen, um sich die Welt zu erschließen, lässt sich mit dem kulturpessimistischen Motto "früher war alles besser" zusammenfassen. Der bei Erscheinen des Buches siebzigjährige Professor Fischer sieht bei aller berechtigten Kritik an der Smartphone-und-Netflix-Kultur die Digitalisierung sehr einseitig durch die Brille des Gelehrten in der Humboldtschen Tradition.

Lohnt sich "Hinter dem Horizont" für Nerds?
Wer sich für Geistesgeschichte interessiert, kann bedenkenlos zu diesem Buch greifen. Nerds müssen nur auf den letzten zehn Seiten eine Portion Toleranz mitbringen, wenn der Autor sich uninformiert und mit einer gewissen Arroganz über "Nerds oder Computerfreaks" auslässt.

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