Alex Loyd: Das Love Principle, Hamburg 2014
23.12.2025, cg
Alex Loyd beschreibt in diesem Buch auf gut 320 Seiten eine von ihm entwickelte Methode, die angeblich mit 97(!)-prozentiger Erfolgsquote zu Glück, Gesundheit und Erfolg führt. Geradezu klischeehaft US-amerikanisch führt er diese auf ein persönliches Erweckungserlebnis zurück, das er in einer Ehe-Krise gehabt habe. Woher er den Wirkungsgrad von 97 Prozent nimmt, sagt er nicht. Überhaupt ist er mit überprüfbaren Angaben oder Zitaten wissenschaftlicher Literatur äußerst sparsam. Zudem sind einige Aspekte seiner Methode nicht falsifizierbar, wie zum Beispiel die Aussage: "Es spielt keine Rolle, wie lange es dauert. Die Zeit, die Sie brauchen, ist richtig für Sie." (Seite 283)
Trotz dieser Unwissenschaftlichkeit enthält das Buch einige Gedanken, die höchstwahrscheinlich gut - zumindest aber nicht schädlich - sind. Da der Autor ausdrücklich sagt, es gehe ihm nicht um Buchverkäufe, sondern um die Verbreitung seiner Erkenntnisse im Interesse einer glücklicheren Menschheit, seien die wenigen wertvollen Kernaussagen hier zusammengefasst:
- Der größte Wunsch jedes Menschen solle nicht "Gesundheit" oder "Reichtum" lauten, sondern "Glück". Gesundheit, Reichtum und alle anderen äußerlichen Zustände seien schließlich nur Wege, auf denen das Glück verfolgt wird.
- Man dürfe und sollte sich große Ziele im Leben setzen, wie zum Beispiel ein Unternehmen zu gründen. Aber arbeiten dürfe man nur an kleinen Schritten auf dieses Ziel, deren Erreichung komplett unter der eigenen Kontrolle liege. Alles andere erzeuge Stress, was krank mache.
- Angst sei nur in lebensbedrohlichen Situationen berechtigt. Alle andere Angst sei die Folge von Traumata oder Irrtümern. Jede solcher Ängste solle man geduldig reflektieren und so abbauen.
- Alles, was man tut, solle man wahrheitsgetreu und liebevoll tun, so dass niemandem ein Nachteil entsteht.
Lohnt sich "Das Love Principle" für Nerds?
Nein. Das Buch enthält zwar die genannten guten Gedanken, aber die ließen sich auf 20 Seiten zusammenfassen und wären immer noch recht detailliert. Der Rest besteht aus Anekdoten, Pseudo-Beweisführungen und vielen Wiederholungen.
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