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Elsbeth Stern und Aljoscha Neubauer: Intelligenz, München 2013

25.02.2026, cg

Die Psychologinnen Elsbeth Stern und Aljoscha Neubauer haben gemeinsam ein anspruchsvollens Einführungswerk verfasst. Ihr Buch mit dem vollen Titel "Intelligenz. Große Unterschiede und ihre Folgen" verfasst fasst den aktuellen Stand der Erforschung von Intelligenz zusammen und erklärt ausführlich, wie Intelligenztests funktionieren.

Stern und Neubauer begründen ausführlich, warum Intelligenz ihrer Meinung nach in der Psychologie das am besten messbare Phänomen mit gleichzeitig der höchsten Voraussagekraft für menschliche Lebensverläufe ist. Daraus leiten sie Empfehlungen für das Bildungssystem von Grundschule bis Universität ab und benennen dabei einige Fehler der Bildungspolitik und der Lehrerausbildung sehr direkt.

Die Empfehlungen für das Bildungssystem, die die Autoren geben, lassen sich so zusammenfassen: Alle Kinder sind spätestens ab dem Eintritt in die Grundschule intensiv und individuell zu fördern, so dass sich ihre genetisch veranlagte Intelligenz optimal ausprägen kann. Ab dem mittlere Jugendalter ist auf Basis von Intelligenz- und Wissenstest streng zu selektieren, wer ein Universitätsstudium aufnehmen darf.

Lohnt sich "Intelligenz. Große Unterschiede und ihre Folgend" für Nerds?
Ja. Das Buch ist durchaus anspruchsvoll, aber auch für Nicht-Psychologinnen und Nicht-Statistiker zu verstehen, sofern man als Leser eine solide wissenschaftliche Grundbildung mitbringt. Die Beschreibungen, Schlussfolgerungen und Empfehlungen sind spannend und greifen auf umfangreiches Quellenmaterial zurück. Als einziger Kritikpunk sei angemerkt, dass die Empfehlungen für das Bildungssystem sehr rigoros und ein wenig kaltherzig sind. Der Tatsache, dass nicht allein die Nützlichkeit eines Individuums für die Gesellschaft, sondern auch das persönliche Glück eine Rolle spielen und eine möglichst freie Karrierewahl deshalb allen offenstehen sollte, wird komplett ignoriert. Außerdem leiten die Autorinnen ihre Empfehlungen fast nur mit Blick auf die MINT-Fächer her. Sprach-, Geschichts-, Sozial- und Rechtswissenschaften werden seltsamerweise ausgeblendet, obwohl die Empfehlungen zur Hochschulzugangs-Steuerung allgemeingültig formuliert werden.

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