Dies ist das Kopfbild für die Website Nerdhalla. Es wird dynamisch erzeugt und sieht auf je nach Seite anders aus.
Menu
Home Saga Vision Deutschland Philosophie Bibliothek Cartoons Spiele Service Links

Matthias Pöhlmann: Rechte Esoterik, Freiburg im Breisgau 2021

02.04.2026, cg

Matthias Pöhlmann geht in "Rechte Esoterik" auf gesellschaftliche Gruppierungen ein, die im Zusammenhang mit der Corona-Krise der Jahre 2020-2022 entstanden sind oder sich maßgeblich weiterentwickelt haben, und die - um es neutral zu formulieren - Weltanschauungen und Lebensweisen abseits des Mainstream propagieren. Wie der Titel des Buches schon sagt, sieht der Autor all diesen Gruppen als gemeinsam an, dass sie sowohl esoterisch als auch politisch rechts bis rechtsextrem orientiert sind.

In diesem Buch werden viele verschiedene Gruppen und Strömungen anhand ihrer Vordenker, Botschaften, Aktivistinnen und Verbindungen vorgestellt. Unter anderem behandelt Pöhlmann so bekannte Phänomene wie die "Reichsbürger" als auch weniger bekannte Phänomene wie "Sasekismus". Insgesamt werden sehr viele Denkrichtungen, Organisationen und Personen vorgestellt, die sich nach Auffassung des Autors mehr oder weniger klar in der Schnittmenge von Esoterik und Rechtsextremismus befinden.

Aufbau und Schreibstil machen das Buch schwer zu lesen. Begriffe werden gar nicht oder erst länger nach ihrer ersten Verwendung definiert. Teilthemen tauchen in unterschiedlichen Konstellationen immer wieder auf, so dass es schwer fällt, Wiederholungen und neue Informationen auseinanderzuhalten. Lange, ungewöhnliche Bindestrich-Verbindungen von Begriffen aus Theologie, Philosophie, Philologie und Soziologie werden inflationär benutzt und erwecken den Eindruck, der Autor wolle verschleiern, dass seine Definitionen, Analysen und Bewertungen meistens diffus bleiben.

Lohnt sich "Rechte Esoterik" für Nerds?
Nein. Aufgrund der oben genannten Mängel leistet das Buch nicht mehr, als Denkrichtungen, Organisationen und Personen aufzuzählen, die sich irgendwo im Spektrum zwischen "klar verfassungsfeindlich" und "ein bisschen seltsam" befinden. Eine solche Liste könnte man auch auf einem Bruchteil der etwa 300 Seiten (einschließlich Stichwort- und Literaturverzeichnis) haben. Außerdem macht der Autor eine Reihe methodischer Fehler - allen voran die mitunter synonyme Verwendung der Begriffe "rechts" und "rechtsextrem".

Zurück zur Bibliothek



FAQ
Über Uns
Datenschutz
Impressum
Kontakt