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Nick Lane: Leben, London 2009

05.09.2026, cg

Der britische Biochemiker Nick Lane beschäftigt sich in seinem Buch "Leben" (hier 2. Auflage von 2015, Darmstadt) mit "Sex", "Tod" und acht weiteren zentralen Aspekten des Lebens auf dem Planeten Erde. Dabei zeichnet er stets gleichermaßen die evolutionäre Entwicklung dieses Aspektes und dessen Erforschung nach. Dabei geht er auch nicht zu knapp auf wissenschaftliche Debatten ein. Was alles noch nicht ausgefortscht ist, ist dabei ähnlich spannend wie die Tatsachen, die bereits etabliert sind.

Auch wenn die eng bedruckten etwa 340 Seiten von "Leben" sich um hochkomplizierte Dinge drehen und für ein populärwissenschaftliches Buch sehr ins Detail gehen, bleibt trotzdem Raum für die persönliche Begeisterung des Autors und anderer Biologen, zeitgenössischer wie verstorbener.

Lohnt sich "Leben" für Nerds?
Ja, aber nur für solche, die wirklich Nerds durch und durch sind - und für die umso mehr. Dieses Buch ist keine leichte Lektüre, sondern ein mit unzähligen Fakten und komplizierten Zusammenhängen randvolles Werk. Wer es wirklich verstehen will und nicht sowieso schon ausgebildete Evolutionsbiologin oder Biochemiker ist, kann es nicht einfach durchlesen, sondern muss es durcharbeiten. Und das ist Material für ein ganzes Hochschulsemester. Aber auch wer es nur relativ zügig liest, kann als echter Nerd viel mitnehmen - und sei es nur, dass man wichtige Begriffe und Konzepte der Biologie und Evolutionsforschung wenigstens oberflächlich kennenlernt.

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